Wasserversorgung

Der Mensch braucht 2 Liter Wasser – Minimum
In der Apokalypse zählt jeder Tropfen. Der menschliche Körper besteht zu etwa 60 % aus Wasser – und ohne regelmäßige Zufuhr drohen binnen weniger Tage schwere gesundheitliche Folgen. Zwei Liter pro Tag gelten als absolutes Minimum für einen Erwachsenen, um die wichtigsten Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Doch wie lässt sich diese Menge in einer Welt ohne Infrastruktur, Supermärkte oder fließendes Wasser sicherstellen?

Quellen finden
Regenwasser, Flüsse, Bäche, sogar Tau auf Pflanzen können potenzielle Wasserquellen sein. Doch Vorsicht: Natürlich bedeutet nicht automatisch trinkbar. Viele dieser Quellen sind mikrobiologisch belastet – durch Tierkot, Industrieabfälle oder Verwesung. Wer hier unvorsichtig ist, riskiert Durchfall, Parasiten oder Schlimmeres.

Reinigung und Filterung
Die einfachste Methode zur Wasseraufbereitung ist das Abkochen. Drei Minuten sprudelndes Kochen töten die meisten Keime ab. Doch Brennstoff ist knapp, und nicht jeder hat einen Kocher zur Hand.

Alternativ helfen Kaffeefilter oder Stofftücher, um grobe Partikel zu entfernen. In Kombination mit Aktivkohle – etwa aus zerstoßenen Grillbriketts – entsteht ein improvisierter Filter, der auch Gerüche und einige Schadstoffe bindet. Wer vorbereitet ist, nutzt tragbare Filter wie den LifeStraw®, der direktes Trinken aus Pfützen ermöglicht.

Lagerung und Haltbarkeit
Wasser sollte in lichtundurchlässigen, lebensmittelechten Behältern gelagert werden – idealerweise mit Schraubverschluss. PET-Flaschen sind kurzfristig geeignet, können aber bei Hitze Weichmacher abgeben. Besser sind Kanister aus HDPE oder Edelstahl.

Stillwasser verdirbt schneller als Sprudelwasser, da Kohlensäure leicht konservierend wirkt. Wer Regenwasser sammelt, sollte es vor der Lagerung filtern und möglichst kühl lagern – z. B. in Kellern oder Erdgruben.

Verbrauch reduzieren
In der Krise zählt nicht nur, was man hat – sondern auch, wie man es nutzt. Zähneputzen mit einem Schluck, Geschirr mit Sand reinigen, Körperpflege mit feuchten Tüchern – all das spart wertvolles Wasser. Auch das Kochen mit wenig Flüssigkeit oder das Wiederverwenden von Kochwasser (z. B. für Reis oder Nudeln) kann helfen.

Notfallreserven
Wer vorbereitet ist, hat Wasserreserven für mindestens 7 Tage – also rund 14 Liter pro Person. In der Realität sind 30–50 Liter pro Person sinnvoll, wenn Platz und Behälter vorhanden sind. Auch Wasserentkeimungstabletten oder UV-Sticks können helfen, wenn keine andere Methode verfügbar ist.

Wasser ist Leben – und in der Endzeit ist es Macht. Wer weiß, wie man es findet, reinigt und schützt, hat einen entscheidenden Vorteil. Denn Durst ist nicht nur unangenehm – er ist tödlich.