Massive Fluchtbewegungen aus dem Süden – Straßen überfüllt, Züge gestoppt
Mainz – Die Fluchtbewegungen aus den südlichen Regionen Deutschlands nehmen dramatisch zu. Seit dem frühen Morgen berichten Behörden und Augenzeugen von kilometerlangen Staus auf den Autobahnen A61 und A63 in Richtung Norden. Auch die Bundesstraße B9 ist stellenweise komplett blockiert.
Grund für die Massenflucht sind offenbar die zunehmenden Zwischenfälle in Städten wie Karlsruhe, Freiburg und Stuttgart, wo es in den letzten Tagen vermehrt zu Angriffen durch mutmaßlich infizierte Personen gekommen sein soll. Offizielle Stellen bestätigen die Bewegungen, geben jedoch keine Details zur Ursache.
„Wir sehen eine Bewegung, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht erlebt haben“, sagt ein Sprecher der Landespolizei Rheinland-Pfalz. „Die Menschen verlassen ihre Wohnorte in Panik, oft ohne Ziel, ohne Vorräte, ohne Schutz.“
Züge in Richtung Köln, Frankfurt und Kassel sind überfüllt. Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr auf mehreren Strecken eingestellt, nachdem es zu Zwischenfällen in Bahnhöfen kam. Auch der Nahverkehr ist stark eingeschränkt. In Mainz Hauptbahnhof kam es zu Tumulten, als hunderte Menschen versuchten, in bereits überfüllte Züge zu gelangen.
Hilfsorganisationen wie das Technische Hilfswerk und das Rote Kreuz haben Notunterkünfte in Turnhallen und Messezentren eingerichtet. Doch auch dort stoßen die Kapazitäten an ihre Grenzen. Es fehlt an Decken, Nahrung, medizinischer Versorgung und Personal.
Die Bundesregierung hat bislang keine Evakuierungsanordnung erlassen. In einer kurzen Stellungnahme heißt es lediglich, man beobachte die Lage „mit höchster Aufmerksamkeit“.
Die Bevölkerung wird gebeten, Ruhe zu bewahren, sich nicht auf eigene Faust auf den Weg zu machen und offizielle Informationen abzuwarten. Doch viele Menschen handeln aus Angst – und die Straßen sprechen eine deutliche Sprache.